Ein Print-on-Demand- und Custom-Products-Marktplatz ist eine Plattform, die es Nutzern ermöglicht, individuelle Produkte zu gestalten und diese auf Anfrage zu drucken. Dazu gehören zum Beispiel Kleidung, Tassen, Poster und andere Artikel, die mit einzigartigen Designs oder Texten personalisiert werden können. Die Produkte werden erst hergestellt, wenn ein Kunde eine Bestellung aufgibt, wodurch keine Lagerhaltung notwendig ist. Diese Marktplätze verbinden kreative Designer mit Kunden, die auf der Suche nach einzigartigen und personalisierten Produkten sind.
Ein Print-on-Demand-Marktplatz verbindet Designer, Illustratoren und kleine Marken mit Käufern, die nach maßgeschneiderten oder personalisierten Produkten suchen, wie T-Shirts, Tassen, Handyhüllen und Wandkunst, die erst nach Eingang einer Bestellung gedruckt werden. Es gibt keinen Lagerbestand, der in einem Lager sitzt. Jeder Artikel wird speziell für diese eine Bestellung produziert.
Dies unterscheidet sich in einem entscheidenden Punkt von einem typischen Produktmarkt. Der Bestand läuft niemals zur Neige, da nichts existiert, bis jemand es kauft. Entscheidend sind stattdessen die Produktionskapazität, die Durchlaufzeit und die Druckqualität von dem jeweiligen Erfüllungspartner, der die eigentliche Herstellung übernimmt.
Printful, Printify und Redbubble: drei verschiedene Modelle
Printfulist ein Produktions- und Fulfillment-Tool. Es unterstützt den eigenen Shop eines Verkäufers, indem es Produkte in dessen Auftrag druckt und versendet, besitzt jedoch keinen gemeinsamen Marktplatz, auf dem Käufer neue Designer entdecken können. Printful ist Infrastruktur, kein Marktplatz.
Printifyfunktioniert ähnlich. Es verbindet Verkäufer mit einem Netzwerk von Druckdienstleistern, die die Produktion und Erfüllung für jeden einzelnen Shop des Verkäufers übernehmen. Wie bei Printful gibt es keine gemeinsame Entdeckungsoberfläche für Käufer.
Redbubbleist ein echter Marktplatz. Unabhängige Designer laden ihre Kunstwerke hoch, und Käufer durchstöbern und entdecken neue Designer direkt über Redbubbles eigenen Shop. Redbubble verdient einen Anteil an jedem Verkauf von Tausenden unabhängiger Künstler.
Die Lehre aus allen drei: Ein Fulfillment-Tool betreibt den Shop eines Verkäufers. Ein Marktplatz gibt Käufern einen Grund, jemanden Neues zu entdecken. Das echte Interesse an Alternativen zu allen dreien zeigt viele Designer, die bessere Provisionsbedingungen, mehr Markensteuerung oder ein besser kuratiertes Kauferlebnis wünschen als derzeit angeboten wird.